Verlustängste...

plagen mich schon mein Leben lang.Seis denn in der Grundschule gewesen, am letzten Schultag der 5. Klasse, wo wir alle noch recht klein waren, aber schon sehr genau wussten, dass sich all unsere Wege jetzt plötzlich trennen würden.Klein Sophia heulte was das Zeug hielt und konnte sich die ganzen Ferien an nichts erfreuen.Dann in der Phase, die eigentlich Hand in Hand mit der zuerst genannten ging, wo sich alte Freundschaften verliefen und man plötzlich mit tausend oberflächllichen aber keinen echt guten Freunden dastand.Darauf folgte eine wahnsinng schwierige Zeit in der ich kurz davor war so ziemlich alle meine Lieben um mich herum zu verlieren, und den wichtigsten von allen, meinen Bruder, auch ein Stück weit gehen lassen musste.Das Drama hat bis heut kein Ende genommen.Als mein Opa mehr oder minder freiwillig den Löffel abgegeben hat (verzieht...) war ich fertig mit der Welt, selbst wenn der Mann mir nie so wirklich nahe stand.Dann tausend Jungs die sich vom Acker machten, auch wenn der Richtige offesichtlich nicht dabei war, aber dennoch ein harter Verlust mit 14 war.Wahre Freunde kann ich an einer Hand abzählen, was ich nicht als schlimm empfinde, die sich allersings auch seit kurzem rasch dezimieren.Ich glaube, dass der Verlust von Jungs und Freunden bei mir vor allem, ganz recht, an mir liegt.

Ich kann ganz schwer zulassen glücklich zu sein.So blöd es klingen mag, aber ich fürchte fast, dass ist ein typisches Deutschenproblem.Zwar geht es allen gut und die breite Mitte(lschicht) ist so wohl auf wie nie, aber wieso nicht mal meckern, vielleicht geht ja noch mehr.Man sagt man solle sich nicht einfach so mit irgendwas zufrieden geben sondern immer nach mehr suchen und streben.Was, wenn aber irgendwann das persönliche Maximum erreicht ist?

Das was mich am meinsten verfolgt ist, falsch zu liegen.Mit mir.Was wenn ich eigentlich ganz anders bin?Was, wenn das was ich da grade tue niemals reichen wird?Wenn der Mann, der mein Leben erfüllt und der es als einziger vermag mich glücklich und sorglos zu stimmen, plötzlich weg ist.Meine Gefühle für ihn nicht mehr reichen.Er in mir das findet, wonach er grade NICHT sucht.Davor habe ich Angst.Grade weil ich nicht glauben mag, es nicht wage zu glauben, dass ich jetzt mal dran bin, dass ich einmal im Leben (ich möchte eigentlich nicht theatralisch wirken!) glücklich seind darf und mir einfach mal keine Sorgen machen muss, weil da wahrhaftig jemand ist der mich ...liebt.Und den auch ich mal ohne Hintergedanken ganz in Ruhe lieben darf.

Das kann ich mir so selten gönnen.

Der Gedanke, gut genug zu sein und schön für andere zu wirken, fällt mir noch immer extrem schwer.Die Haare werden selten so glatt, wie ich sie gerne hätte und auch zwei Tonnen Make-up wollen diesen Quälgeist an Pickel unterhalb des rechten Nasenflügels einfach nicht überdenken.Egal wie schick ich anfangs war, nach spätestens zwei Stunden sehe ich abgekämpft aus und im gegensatz zu den anderen Grazien kriege ich das mit dem sexy Gang nicht hin.Wie soll ich da anderen ins Auge stechen? Wie soll schon mein Wissen und Talent an das der anderen hinkommen?

Doch manchmal, wenn ich mir Zeit lasse und mich darauf einlasse, auch toll sein zu können und ihm dann gegenübertrete und er ganz sprachlos wegen mir ist-dann weiß ich, dass alles gut ist und ich schön bin.Und es okay ist, wenn ich mich auch mal gehen lasse =)

16.2.10 22:28

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